Mietwohnmobil

Wir haben uns am Donnerstag bei einer Firma in Hagenbrunn unser Mietwohnmobil abgeholt – nachdem es uns erklärt wurde. Also die Technik im Inneren … wie das so ist mit Wasser, Abwasser, Toilette, Dusche, Heizung, Klimaanlage, … ist eine Menge Technik!

Anschließend ging es ins G3 zum Einkaufen – Mineralwasser, Küchenrolle, Alufolie und anderes Krimskramszeug.

Ins WoMo gepackt – die Heckgarage ist ja riesig – und ab nach Hause. Und schon habe ich das WoMo unterschätzt und bin beim Verlassen des Parkplatzes leicht über den abgeschrägten Randstein gefahren.

Am Freitag, 22. September, sind wir dann morgens von 1050 nach Klagenfurt gefahren. In der Nähe von Minimundus ist ein Campingplatz, den wir angesteuert haben.

Unser Platz war eine Wiese – und es hatte vorher ziemlich geschüttet – die noch ziemlich nass und etwas gatschig war. Und der Platz war schief. Aber dafür gibt es ja Keile, um Niveau-Unterschiede auszugleichen – praktisch. Sollte es für Menschen auch geben …

Also Keile unter die Räder geschoben und gaaaanz vorsichtig angefahren. Nasse Wiese & kein Gefühl ergibt: durchdrehende Räder! Zweiter Versuch – gleich viel besser, aber über die Keile gefahren … zu weit! Ein Keil hat sich etwas … verkeilt. Und zwar zwischen Wiese und Unterboden und konnte erst mit Anwendung von Schuhgröße 45 und sanfter Gewalt befreit werden. Wir stehen schief und es ist mir jetzt blunzen.

So – jetzt schauen wir uns mal unser Wohnmobil genauer an:

– schnell wurde uns klar, dass die Dusche für mich nicht zu gebrauchen ist: stelle ich mich rein, mach die Duschtüre zu, reichen ca 0,7 Liter Wasser von oben und ich habe ein „Vollbad“! Ich bin zu fett und auch zu groß für die Dusche. Manche behaupten ja, dass duschen überbewertet wird – ich eher nicht.

– das WC ist rund und der Durchmesser ist für Liliputaner gedacht – auch da habe ich mit meinem … wohlgeformten Hintern leichte Platzprobleme.

Ergo: Duschen können wir nicht im WoMo und das WC ist auch nur ein Abstellplatz für uns. Aber wir haben wichtige Erkenntnisse gesammelt.

Daher raus und Minimundus angesehen – nett. Essen gewesen, etwas getrunken und ins Bett zum Schlafen.

Fazit der ersten Nacht: unser Doppelbett ist groß genug – aber uns sind die Matratzen zu dünn. Oder wir zu schwer dafür. Ein geringes Übel, das sich leicht beheben lässt bei einem eigenen WoMo.

Übrigens – ich denke seit Tagen darüber nach, wie wir unser WoMo, wenn wir uns eines leisten sollten, taufen werden … ich habe noch nichts Sinnvolles gefunden …

Wider Erwarten eigentlich ganz gut geschlafen. Früh aufgestanden, Kaffee gekocht, Zeitung geholt und ab nach Kroatien: die Insel Pag war unser Ziel. Da gibt es einen – laut Internet – netten Platz in Simuni. Frohen Mutes habe ich den Fiat gestartet und wir haben bei leichtem Nebel Klagenfurt in Richtung Süden verlassen.

Nur – kann mir bitte wer erklären, warum es da keine Autobahn gibt? Oder einen Tunnel runter? Ich fahre das erste Mal mit einem 7,50 Meter Trum und muß mich via Ferlach und anderen „Sehenswürdigkeiten“ über einen Paß quälen? Was habe ich geschwitzt – und manchmal war es sicher gut, dass uns kein Auto entgegen gekommen ist.

In Slowenien haben wir uns eine Vignette gekauft und sind, obwohl ich keine Autobahn fahren wollte, am schnellsten Weg nach Kroatien gefahren.

Das war auch der Plan in Kroatien – allerdings ist es nach Rijeka aus mit der Autobahn. Es geht entlang der Küste … ich habe aber Höhenangst und bin nicht schwindelfrei. Und dann mussten wir auch noch eine Fähre nach Pag erwischen: entweder um 15:00 oder 90 Minuten später. Laut Navi ginge sich 15:00 locker aus – laut Navi für PKW.

Ergo habe ich die Arschbacken zusammengekniffen, mich konzentriert, nicht an meine Ängste gedacht und dass es rechts von mir einige Meter steil ins Meer geht und auf die Tube gedrückt. Ich konnte dank meiner Phobien nicht einmal in den rechten Außenspiegel schauen, weil … rechts ist der Abgrund!

Wir haben die 15:00 Uhr-Fähre geschafft. Und ich war auch nervlich geschafft und am Ende.

Auf Pag noch schnell etwas Wein sowie Wurst und Käse gekauft, um am Platz alles zu haben. Der Campingplatz ist wirklich schön – und groß. Für meine Begriffe sogar riesig.

Unser Luxusplatz war auch groß, mit gemauertem Grill und einer kleinen (Kaltwasser)Abwasch sowie einem Holztisch mit 2 Holzbänken und 2 Liegen.

Ich lasse mich jetzt nicht darüber aus, dass ich mich „falsch“ eingeparkt habe und erst am nächsten Tag unter Anweisung eines Nachbarn mich richtig eingeparkt habe – das ist egal. Auch dass wir dank vieler Bäume keinen SAT-Empfang hatten – ich habe vorgebaut und meine AppleTV mitgenommen und Serien vom iPad konnten gestreamt werden.

Nach der ersten Nacht und dem Umparken hatten wir gleich eine kleine Pannenserie: zuerst funktionierte der Funkengeber beim Gaskocher nicht mehr (aber der kluge Mann hatte vorgebaut und wegen dem Griller ein Feuerzeug mitgenommen) und dann beim Abwaschen flog mir leider der Siebeinsatz (vulgo Perlator) des Wasserhahns raus. Und ich habe das mit dem Warmwasser nicht ganz behirnt bei der Erklärung, denn, um Strom zu sparen, habe ich die Wasserheizung nicht eingeschaltet. In der irren Annahme, ich schalte die Wasserheizung ein und es kommt warm, hatten wir daher auch kein Warmwasser. Ich denke, es lag daran, dass wir aus Wien gewohnt sind, dass das Wasser mittels Therme warm gemacht wird und nicht elektrisch mittels Boiler.

Das Wetter war auf Pag eigentlich ganz okay – zumindest für uns, denn wir wollten ja alles austesten und waren daher über einen trüben/regnerischen Tag sehr froh.

Dienstag, 26. September: Aufbruch nach Rovinj. Zuerst zur Fähre – dieses Mal ohne Streß. Es war schön – ich bin dann die Küstenstraße gemütlich entlang gegondelt, konnte viel mehr als bei der Hinfahrt von der schönen Landschaft genießen und wir waren eigentlich glücklich und zufrieden.

Eigentlich – das deutet ja schon darauf hin: ca. 4 km vor Rovinj hat uns ein Stein von einem entgegen kommenden Fahrzeug (wie auch immer das geht) erwischt. Genau an der oberen Kante der Windschutzscheibe krachte es auf meiner Seite, ein Sprung … zwei Sprünge und ein dritter begann über die Scheibe zu wandern. Ich bin langsam stehen geblieben, denn bei jedem Meter sind die Sprünge angewachsen.

Ja – und jetzt warten wir auf eine Firma, die angeblich bis Donnerstag oder Freitag uns auf unserem Campingplatz (wir sollen nicht mehr weiter fahren) die Scheibe tauscht. Und eigentlich müsste ich am Freitag in Gosau am Dachstein sein … mal sehen.

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