Der erste Tag …

… neigt sich dem Ende zu und er war – voller Überraschungen.

Ging beim Losfahren los – also ich find es schon lässig, mit 59995 km zu beginnen. Zum Ausparken den Retourgang rein … und brav springt die Heckkamera an und zeigt – was ist das jetzt? Tja – da haben weder die Besitzer (wir) noch die Firma, die unser Wohnmobil technisch aufgerüstet haben, mitgedacht!

Wenn man einen Fahrradträger am Heck seines Wohnmobils hat und ihn auch benutzt (samt Abdeckplane für die Fahrräder), dann schaut eine „normal“ montierte Heckkamera genau – richtig! Auf die Abdeckplane der Fahrräder. Ich kann also jetzt immer kontrollieren, ob die Abdeckplane noch da ist. Ob etwaige Hindernisse, die ich rammen könnte, hinter mir sind, kann ich nicht sehen.

Sprich – die Heckkamera war gut und teuer – nützt uns so jetzt aber nichts.

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Wir sind dann gemütlich um ca. 7 Uhr aus Wien raus und Richtung Süden. Mit Schneefall am Wechsel und Räumfahrzeugen – es war echt langsam und gemütlich. Aber wir haben ja Zeit. Kein Stress.

Autobahn durch in Italien – ich denke, es war das Kanaltal – eben bis wir zu dem Campingplatz bei Venedig gekommen sind. Erster Navifehler – jagt uns glatt in eine Straße, die zur Sackgase wird und was mache ich Depp? Folge dem Navi. Also umdrehen  und gegen die Einbahn zurück und einen kleinen Umweg bis zum Platz. „Camping Fusina“ – bekannt aus der Serie „Die Beetbrüder“, weil Ralle mit seiner Holden auch hier telegen Urlaub machte und den Blick auf Venedig (siehe Foto) genossen hat.

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Bei der Rezeption haben wir die nette Dame gefragt, wie es mit Einkaufen aussieht. Wie gesagt – es ist Februar und eigentlich keine Saison und am Platz hat nichts offen. Nichts zum Einkaufen, nichts zum Essen gehen, nada … niente. Aber in ca. 5 km immer geradeaus, ist dann links eine Brücke, die ist gesperrt ausser für Fussgänger, da ist ein Minimarkt. macht um 16:00 auf.

Wir beschliessen, uns zuerst einen Platz zu suchen und dann shoppen zu fahren. 5 km und 5 km zurück sind uns heute zu weit zum Gehen. Denn …

… wir haben Februar, es ist kalt, windig, etwas nass und der Untergrund der Abstellplätze ist eine Wiese. Eine nasse Wiese. Und die habe ich gleich einmal etwas umgepflügt und bin 2 x hängen geblieben. Nur mit Hilfe einer Türmatte als Anfahrhilfe und „Schaukeln“ des Wohnmobils kam ich aus dem Gatsch. Ein paar Kampfspuren habe ich hinterlassen … ein Gefühl wie mit Slicks.

Wir haben dann einen besseren Platz gefunden – mit mehr Schotter als Untergrund und da steht der CaMoRo nun.

Es war kurz vor 16:00 und wir fahren einkaufen. Wir fahren 5 km, finden die Brücke, gehen rüber – aber da ist nichts. Ich sehe eine etwas älter Dame und frage sie in meinem besten italienisch, wo denn der Markt sei? Sie labert mich nieder, wie wenn italienisch meine Muttersprache wäre. „Non parlare italano … „ stammle ich schüchtern. Netterweise redet sie dann langsamer – italienisch. Ich kann mir aber zusammenreimen, dass am Sonntag nichts offen hat.

Zurück zum Mobil, bei einer Bar gefragt und den Tipp bekommen, ins Shoppingcenter „Panorama“ zufahren – eh nicht weit. 3 Minuten mit dem Auto. Mobil braucht dafür sicher etwas länger – denn mangels PS kann ich nicht „italienisch“ fahren. Wir haben natürlich nichts gefunden, hab dann mein Navi nach Supermarkt suchen lassen und wir folgen der Route, bis ich ein Geschäft mit Holzkisten mit Gemüse davor sehe – schei** aufs Navi. Hin zum Geschäft, Wein gekauft – Brot gab es nicht. Und wir wollten Brot zu unseren mitgebrachten, tiefgekühlten Hendlfleischlaberl. Nachgefragt, wo ich Brot finden kann … na wo wohl? Im PANORAMA“! Neue – bessere – Wegbeschreibung. Gefunden. Brot gekauft, zurück zum Stellplatz. Die Spritztour dauerte knapp 90 Minuten. Und wenn Christine nicht spätestens um 18:00 was zum Essen am Tisch stehen hat, wird sie … „komisch“ 😉

Schnell die Stromversorgung hergestellt. Geht nicht. Ja haschoftseitensakelzementnuamoi! Ist heute Freitag der 13.?

Bin dann zur Rezeption gelatscht, die haben mir einen anderen Stecker für den Stromverteiler gegen – nichts. Kein Fünkchen Strom. Ich schnappte mir den Fön und schloss damit die Fehlerquellen aus – war eh nur die nigelnagelneue Kabeltrommel (für draussen und drinnen!) Vom OBI. Und nein – es war keine Billigsdorfertrommel.

Mit dem Schuldigen zur Rezeption und gebeten, die Trommel zu testen – ja eh … haut super hin. Nachdem die nette Dame die Trommel eingesteckt hat und an die Trommel ihr Ladekabel für ihr Samsung hat es gleich einmal 3 Computer niedergerissen – und eine Sicherung 😉

Okay – also kein Strom aus der Steckdose. Nur der aus den Batterien und der – Achtung Ironie – Solaranlage 😉

Eh schon wurscht. Jetzt schauen wir mal, ob ich den Wasserabfluss wenigstens geschlossen habe. Wasser (das haben wir unterwegs etwas aufgefüllt) aufgedreht, in der Küche pläterscht es, wie bei einem 55-Jährigen mit einer eingerosteten Prostata.Im Bad spritzt es wie bei einem Jugendlichen, nach seinen ersten 5 Bier hintereinander. Der Abfluss allerdings gibt nichts her. Wir beschliessen auch darauf zu schei**en und uns um das morgen oder so zu kümmern.

Also essen kochen (Laberl) und weil einiges noch nicht ausgepackt und in Kisten bzw. einem Koffer (Kleidung) ist, diskutieren wir, wie und was. Christien war so klug und hat Wechselwäsche für morgen mit – ich nicht. Meine Kleidung ist komplett in der Heckgarage im Koffer und ich möchte gerne den ausräumen. Was aber nicht gerade Christines Priorität Nummer 1 ist und außerdem ist ihr kalt und … der erste Streit. Aber auch der erste beigelegte Streit.

Ja es ist eng. Ja, es haut nicht alles hin. Ja, es war ein verdammt anstrengender Tag – aber trotzdem freue ich mich auf viele weitere mit Christine.

Falls ihr Euch fragt, warum ich soviel schreibe: SAT-Anlage findet keinen Sender, wir haben nur den Strom aus den Batterien und ich bin ein Stromknauserer!

8 Kommentare zu „Der erste Tag …“

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