Mont-Saint Michel – zerbroche Tür und das Fehlen von Dialekt!

Wir sind vorgestern mittag noch zu einer „Grillerei“ gefahren, weil wir Hunger hatten – und eig. nichts zu essen im CaMoRo.
IMG_2228Gestern sind wir vormittags einkaufen gefahren und beim Heimweg hat es auf einmal während der Fahrt eine Kracher gemacht und das Scharnier der Tür des Kühlschrankes ist ausgebrochen – die lag dann einfach so da während der Fahrt und der halbe Inhalt des Kühlschrankes am Boden: teilweise zerbrochen Gläser und Wasser ist ausgelaufen. Bei der nächsten Möglichkeit bin ich stehen geblieben, wir haben alles weggeräumt und verstaut und zum Platz gefahren, wo wir die Tür notdürftigst wieder eingehängt haben – allerdings ist eine Seite beim Scharnier komplett ausgebrochen und so hängt sie jetzt quasi „verkehrt (also um 90 Grad gedreht) drinnen und wird von BAUMAX-Streifen stabilisiert. Christine hat dann noch beim Autohaus Thielmann in Aerzen angerufen, wo wir für nächste Woche einen Termin zum Ölwechsel vereinbart haben (ich habe da lieber Christine anrufen lassen, da sie der Sprache der Einheimischen mächtig ist). Und siehe da … auf die Deutschen und ihre Gründlichkeit ist echt verlass. Wir bekommen eine neue Tür, ein neues Scharnier und alles wird am selben Tag eingebaut, wenn wir auch den Ölwechsel machen lassen.
Abends haben wir dann noch das Dorf heimgesucht – ein nettes verschlafenes kleines Dorf in der Nähe des Campingplatzes. Verschlafen heisst – nichts los, alles zu.

Heute war es dann so weit – Aufbruch zum Berg! Das Ganze ist sehr gut organisiert – Hut ab! Ein RIESENparkplatz mit Gratis-Shuttelbussen. Und dann stehst man da und ist einfach nur überwältigt.
cppmsm-allemandWir hatten auch noch das Glück einerseits ziemlich früh da zu sein (knapp nach 9 – weil ich so gedrängelt habe) und andererseits kam gerade die Flut … auch das ist wahnsinnig interessant, wie schnell der Berg zur Insel wird …

MIT Wasser

Wir sind ein bisschen herumgegangen, während minütlich die Massen herbeigekarrt wurden.

Und da wir beide Menschmassen nicht gerade lieben, haben wir beschlossen, dass wir wieder gehen, bevor auf einen Quadratmeter 5 Leute kommen …

Natürlich haben wir eine Unmenge von Fotos gemacht – und wenn ein Foto so richtig gelingt, kann man sich auch freuen 😉

Aber es war wirklich sehr schön und wir waren froh, hergekommen zu sein – es ist einfach … überwältigend. Daher noch ein paar Eindrücke.

Wir waren aber dann doch froh wieder zu gehen, als uns eine Menschenmasse entgegenkam … und beim Parkplatz dürfte ein Kreuzfahrtschiff ein paar Touris ausgespuckt haben, weil „Füher“ mit Wimpel von AIDA 1 bis AIDA 7 vor den Shuttelbussen anstanden – und jede Gruppe ca. 50 Leute. Und in einen Bus passen ca. 40 … ein Traum, wenn man es kuschlig haben will und auf Körperkontakt steht.
Aber auch von weiter weg – es ist einfach … beeindruckend!

Wir haben uns dann auf die Reise gemacht zu einem 5-Stern Campingplatz. Ich persönlich würd 3 Sterne abziehen, weil im Camper kein WLAN ist, wir nur Zugang für 2 Geräte (ich habe erwähnt, dass wir 2 iPhone, 2 iPad und ein MacBook haben) bekommen haben, die Rezeption bis 14:00 NICHT besetzt war und keine Info, dass Mittagspause, die wir jedem gönnen, gemacht wird – nein es hängt sogar VOR der Rezeption ein Zettel, dass von 8–19 Uhr offen ist!)! Das Reastaurant hat wenigstens bis nach Mitternacht offen – aber nach 14:00 nichts mehr zu essen … okay: ich ziehe 4 Sterna ab! Wenn ich diesen Platz (Camping La Briquerie; Route de Touville; Equemauville, 14600 Honfleur) mit dem Platz (Camping La Poterie; La Poterie, 37530 Mosnes) an der Loire, der nur 2 Sterne hatte, vergleiche, kommt bei der an der Loire viel besser weg.

Und eines noch … wir haben an dem wunderschönen Platz an der Loire eine Doku über das Mühlviertel gesehen und welche Produkte das Mühlviertel, außer Hofstettnerbier, noch herstellt. Und da haben viele Einheimische auch gesprochen und es war so nett zu hören, wie sie sich bemüht hätten, hochdeutsch zu reden, aber der Dialekt doch sehr oft durchgeschlagen hat … und da habe ich gemerkt, wie sehr mir unser Dialekt fehlt … unglaublich. Ich hatte fast Tränen in den Augen, wenn eine Bäuerin über die Hopfenernte redete … nie hätte ich gedacht, dass mir die Sprache am meisten fehlen wird. Und ich muss gestehen – mir fehlt sogar etwas das Wienerische!

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