Die große Überfahrt …

… und das erste Bier!

Früh morgens haben wir den Platz bei Calais verlassen – der Platz ist nicht empfehlenswert. Die Lage ist nicht schlecht – aber der Rest. Denke, das Gebäude mit den sanitären Anlagen ist ein umgebauter Kuhstall (kann ja auch gut gemacht werden – oder auch nicht).
Wir beide waren sehr, sehr aufgeregt – und dann war auch noch die Abfahrt von der Autobahn zu den Fähren gesperrt. Fängt ja gut an der Schei**!
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Hat aber dann alles sehr gut geklappt – das machen die schon professionell. Da fährst zur ersten Passkontrolle und wirst mit Namen begrüßt (wenn man online das Ticket gebucht hat). Dann wartet man auf das Verschiffen. CaMoRo abgestellt im Bauch des Potts und das erste Deck erklommen. Lauter Menschen wuseln durcheinander – „es tuat Wualein!“. Schiff fährt rückwärts aus der Parklücke und mir schiesst es in den Kopf „Ich hab kein Speibsackerl“. Also wollte ich zurück zum CaMoRo. Ein netter Stewart hat mir aber hinterhergerufen – was ich nicht hörte. Nur die glockenhelle Stimme von Christine drang zu mir durch „Ejjjj – Du darfst nicht mehr runter!“. Scheinbar ist es verboten, das Autodeck zu betreten, wenn das Schiff sich bewegt. Ich hab dann dem Stewart erklärt, was mir fehlt. Bekomme ich aber alles bei der Info – wurde ich aufgeklärt.
Dann gings auch vorwärts Richtung Dover. Leider ohne die Möglichkeit raus zu gehen; also raus ging´s schon, aber nur nach hinten. Schade.
So trotzten wir beide Wind und Wellen und es wurde uns mulmig in der Magengegend.

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Ich werde bei der Rückfahrt schauen, wieviel teurer der Zug ist …
Aber jetzt kommt die Herausforderung: auf der falschen Seite fahren! Raus aus dem Hafen und auf die Autobahn. Die ersten Meilen … HIIIIILFFEEEEEEE!!!!
Ich merkte aber nach ca. 150 Meilen, dass Autobahnfahren eh ganz easy ist. Und die Verbindung von einer zur nächsten Autobahn (also die M´s und A´s … ) wird meist über einen Kreisverkehr hergestellt. DAS waren dann echte Herausforderungen – im Kreisverkehr in die falsche Richtung. Nichts für schwache Nerven. Nach dem 6ten oder 7ten hatte ich aber den Dreh raus und gurkte auch schon in der rechten (quasi Überholspur) Spur neben einem LKW durch den Kreisverkehr auf die nächste Autobahn.
Die letzten Meilen zum Platz – ca. 10 – ging´s dann aber einspurig und manchmal eng, sehr eng, durch die Landschaft. Das war dann schon … also … im Endeffekt sind wir gut angekommen – ein echt schöner, sauberer Platz (OHNE Gratis WLAN; 500 MB kosten 4 Pfund!!). In der Nähe ein Pub und ein kleiner Laden.

Da ich so hochprofessionell gefahren bin, habe ich ein Bier verdient und wir sind zum Pub! Ein Bier gezischt und blöde Reden geschwungen. Dann schnell was eingekauft – Christine schwankte schon schwer – und zurück zum Pub. Wir waren so auffällig, dass uns ein Gast aus dem Laden in den Pub folgte. Es war echt lässig – wir sind sofort ins Gespräch gekommen und haben beschlossen, aufs Kochen zu verzichten und gehen gleich los in den Pub – zum Essen!

5 Kommentare zu „Die große Überfahrt …“

  1. Zum Glück habt ihr die Überfahrt geschafft 😃 Wie lange seid ihr gefahren? Schöne Tage und aufpassen du Linksverkehsrowdy 🤪😂

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    1. Die Fähre hat ca. 1,5 Stunden gedauert. Und das bei etwas viel Wind und daher ein paar Wellen. Dann noch ca. 2 Stunden linksgefahren. Danke – Euch auch schöne Tage auf der Terrasse 😉

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    1. Gibt´s keinen automatischen Google-Übersetzer? 😉 Danke – bis jetzt ist es sonnig – aber windig und kühl. Ich frier etwas in langer Hose und T-Shirt, aber die Briten laufen in Shorts und Runderlaiberl (die FRAUEN!) herum … Liebe Grüße von den Auf-der-falschen-Seite-Fahrer

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